HerzWerk - 

Kunst auf www.leonheart.at


Leonharder Kunst&Kulturtage im Herbst 2020 wurden von der Stadtgemeinde zum Wohle der Bevölkerung abgesagt !

Kulturveranstaltungen - natürlich in vernünftigem Umfang und unter Einhaltung nachvollziehbarer Regeln zum Schutz der Gesundheit - sollen schnellstmöglich wieder erlaubt werden, bevor 140.000 Menschen keine Existenzgrundlage mehr haben. Was im Wirtshaus erlaubt ist, darf im Theater, der Oper, oder im Kabarett nicht verboten sein.
Kultur retten jetzt -
https://kulturretten.org/


- 06.05.2020 ... Art of Annika
-05.05.2020 ... Galerie, Ehrliche Kinder / Art of Annika
- 10.04.2020 ... Werkstatt De Colle
- 10.04.2020 ... der Vogel / Werkstatt De Colle
- 03.04.2020 ... der Hase / Werkstatt De Colle


Leider fehlt mir oft die nötige Zeit, diese Ideen zu verwirklichen, da ich glückliche Mutter von zwei Kindern bin. (Ein Klon wäre gut!) Die Wildheit und freche Art meiner Kinder bringt mich dazu an Kobolde und Pixies zu denken. Die Sturheit gewisser Menschen zeichnet in mir das Bild gehörnter Könige, die Anmut tanzender Frauen zeigt mir einen Tanz fliegender Elfen und Feen. Inspiration finde ich an jeder Ecke der Wirklichkeit. Da diese Wirklichkeit jedoch meistens
langweilig, eintönig und stupide ist (es geht nur um Macht und die Illusion sicher zu sein) führen mich meine eigenen Gedanken zu der schlussendlichen Inspiration. Ich finde Inspiration in der Vielfalt meiner Gedankenwelt. Ich habe diese Kunstrichtung gewählt, weil sie mir die Möglichkeit bietet, fernab dieser erschreckenden Realität, meine eigene fantasievolle Realität zu beschreiben.
Früher richtete sich mein Hauptaugenmerk nur auf Fantastische Inhalte. Aber mittlerweile bemerkte ich, dass ich mich verändert hatte und ich mit meinen Bildern auch Kritik an der Gesellschaft üben möchte. Die Realität in der Welt, verlangt von mir, mit den mir gegebenen Mitteln, Kritik an Ihr zu üben. Die Fantasie ist eine Erweiterung der Realität. Als würde man jede Art von Scheuklappen ablegen und über gelerntes und antrainiertes Verhalten hinaus denken. Anstatt Alles so hinzunehmen wie es ist, sollten wir unsere Gedanken in alle Winde wehen lassen. 

KÄFER - Art of Annika ... gezeichnet mit Buntstiften (anklicken)

Wir alle haben eine Leidenschaft für etwas. 
Das hier ist jene von Annika! 

Ein ganz besondere Serie von Bildern die Annika Korbitsch geschaffen hat, ist die der "Ehrliche Kinder". Aus dem Blickwinkel der Mutter hat sie Augenblicke ihrer Kinder eingefangen. Ich habe selten Werke von Künstlerinnen und Künstler gesehen, die mit ihren Bildern in dieser Art Emotionen transportieren und dadurch den Betrachter Gefühle erfahren lassen. Hier ein paar Einblicke in die derzeit noch unvollständige Serie "Ehrliche Kinder" :

"Ehrliche Kinder" 2018 -

Ihr stinkt!


Ihr seid grausam!

Ihr seid geizig!

Ihr bestecht!

Annika! Was ist für dich Kunst?

" Der Anker, der mich von der Gleichgültigkeit fernhält, von der Blindheit beschützt. Ein Netz, in dem ich mich getragen und aufgefangen fühle. Sie gibt mir einen Platz in dieser Welt. "  (A.Korbitsch,artofannika.at)

Galerie

Der zweite Blick 

Öl auf Holz [150x150cm]
mont.  in grauem Holzrahmen


Kleine Kinder besitzen sie noch, diese besondere Sicht auf die Natur. Jedes kleine Wesen hat seinen Zauber und sie haben es noch nicht verlernt, sie mit staunendem Blick zu bewundern.
Die gewählte Ausdrucksform soll die Zwiegespaltenheit darstellen, in die Kinder getrieben werden. Bedingt durch das Verhalten der Eltern und generell der Erwachsenen auf unsere Natur. Die Seelen der Kinder hungern nach Verbundenheit mit Natur, mit einem friedfertigen Umgang und vor Allem mit dem Zauber der allen Dingen inne wohnt. Leider beobachte ich all zu oft wie Erwachsene sie von diesem Leben weg-erziehen ....

Die Geigerin in Farbe 2006

Öl auf Holzplatte 100/100.
Rahmen aus bemaltem Holz.


Dieses Bild entstand ebenfalls nach einer Fotoserie mit einer guten Freundin. Zwischendurch spielte sie herrliche irische Musik auf ihrer Geige.
Sie wartet auf ihren Auftritt. Ihre Aufgabe ist es für die Seelen zu spielen. Ihnen mit ihrem Geigenspiel die Angst zu nehmen und ihnen Frieden zu schenken. Sie spielt nicht nur für die vom Körper losgelösten Seelen, sie spielt für die Seelen in uns allen. Für Lebende ist ihr Spiel nur sehr schwer zu hören, da uns unsere Ohren dabei stören.
Preis auf Anfrage


Bringer des Blutes

Öl auf Holzplatte, 150/120 cm.
Rahmen aus bemaltem Holz.


Dieses Gemälde hing früher in einem Cafe in Bad St. Leonhard, im C-Quadrat. Leider musste es abgenommen werden da mehrere Gäste nicht essen konnten, da sie sich zu beobachtet gefühlt haben. Ich empfinde es als ein besonderes Kompliment, das dieses Bild wohl bei manchen Menschen tiefe Gefühle auslöst. Und trotzdem, oder gerade deswegen hat es noch keinen Käufer gefunden..
Sie kommt zu den Schlachtfeldern dieser Welt. Sie deckt die unschuldig gestorbenen mit ihrem Tuch zu, damit die Krähen sie nicht fressen. Die Anderen, die Schuldigen dürfen ihre Krähen als Mahlzeit nutzen..

Preis auf Anfrage

Brennende Augenblicke

Öl auf Holzplatte,70/70cm
Rahmen aus bemaltem Holz


Vorlage war  ein altes Foto das mein Vater mit vielen Anderen aus einem abbruchreifen Haus gerettet hat. Später erfuhr ich durch Zufall, das die Abgebildete Frau eine Gräfin gewesen sein soll. Wie so oft findet man das Besondere an geheimen Orten an denen man es nie erwartet hätte.
Preis auf Anfrage

WERKSTATT DE COLLE

Herbert De Colle stammt aus Schiefling und war lange Jahre Lehrer in der Hauptschule Bad St. Leonhard. Vielen Dank für die interessanten Einblicke in die Werkstatt De Colle. Vom Hügelland, seiner jetzigen Heimat, bis nach Schiefling und ein Bärenhase als Ostergruß. Die vollkommene Papierkunst in die Form eines Hasen aber auch in Gestalt eines Vogels gebracht. Der Vogel ist wohl ein Symbol für die Freiheit, nach der wir uns zur Zeit besonders sehnen. Das wirft natürlich die Frage auf: Was ist vollkommen ? Oder ist alles vergänglich wie Kunst aus Papier. Ein herzliches Dankeschön lieber Herbert für deinen Beitrag zu "HerzWerk" die Kunst auf www.leonheart.at .     

Hügelland

Die Hügel sind in Kärnten vor vielen Jahren entstanden, heute lebe und arbeite ich im steirischen Hügelland.

... ins Dorf hinunter

Das Schieflingblatt mit beschränkter Palette schaut vom Pinzger ins Dorf hinunter.

Der Bärenhase ...

... soll der österliche Gruß an euch sein. Lasst es euch so gut gehen wie es möglich ist.

Alles Gute, Glück auf ... herzlich Herbert

Arte Povera, die Kunst mit armseligen Mitteln

Meine Beschäftigung mit Kunst führte mich auch zur Arte Povera, der Kunst mit armseligen Mitteln. Philosophisch macht der Osten starken Eindruck auf mich. Dabei kamen mir die Begriffe Wabi und Sabi unter. Man erkennt vielleicht, dass nichts von Dauer ist, nichts vollkommen oder vollendet ist. Das einsame und verlorene Wabi verbindet sich mit dem Alten, Patinösen des Sabi zu einem ästhetischen Konzept, bei dem das Unfertige, Verbrauchte, Liegengelassene, Einfache seinen Reiz ausübt.
Papierkunst gehört m.E. auch hierher. Einerseits weil Papier vergänglicher ist als Steinmonumentalität, andererseits weil es unedlerer Herkunft sein wird als zum Beispiel Metall.
Bei meiner Art des Objektbauens beginne ich mit der Herstellung eines Kerns, indem ich Altpapier mittels Klebeband fixiere. Die Grundform wird dann mit Schichten von Kleisterpapier kaschiert und verfeinert, bis ich zufrieden bin. Ich verwende also eine Papierkaschétechnik.
Im Zeitalter des Computers sollte das Sinnliche, Analoge nicht aus unserer Wahrnehmung verschwinden.

Der Vogel - 10.04.2020 - Werkstatt De Colle

Ich beginne mit dem Schnabel. Einen Doppelbogen (DinA2) knülle ich ungefähr in der Mitte zu einem spitzen Schnabel, modelliere gleich den Kopf dazu und den Rumpf und den Stoß ...

... dieser wird nur andeutungsweise ausgeführt und später ausgeformt. Die Flügel falte ich aus einem DinA4 großen Blatt, indem ich den rechten Winkel links halbiere, dann den rechten Winkel rechts 

Darauf halbiere ich beide spitzen Winkel noch einmal und verklebe das flache stumpfwinkelige Dreieck, das entstanden sein soll. 

Das Flügelpaar wird um den Bauch bis zum Rücken gewickelt, fixiert, wobei die kürzere Seite nach vorne schaut. Die Beine reiße und knülle ich aus je einem DinA6 großen Blatt. . Ich reiße erst in der Hälfte zwei bis drei Zentimeter ein,...

... dann halbiere ich mit den Einrissen noch einmal, so dass vier Fransen entstehen. Beachte die Reißrichtung! Jede Franse wird zu einer ungefähr 15 Millimeter langen Kralle spitz geknüllt und verklebt. Drei Krallen zeigen nach vorne, eine Kralle nach hinten. 

Das restliche Papier wird zum Bein geknüllt und verklebt und schließlich am Bauch nach hinten zeigend befestigt. Das Objekt wird mit Kleisterpapier kaschiert. Dabei kann man Farben, Muster, Schriftbilder einarbeiten, wie man es möchte. 

Der Hase  - 03.04.2020 - Werkstatt De Colle

Nach dem chinesischen Horoskop: Hasen Geborene suchen eher den Frieden und sie können gut Konflikte lösen. Sie sind einfühlsam und sensibel und helfen gern weiter. Der Hase hat Sinn für die Künste und ist ein Romantiker.
 

1. Wenn ich einen Papierhasen baue, ich brauch dazu Zeitungen, Abdeckband und Kleister, beginne ich mit dem Rumpf. Ich zerknülle eine Doppelseite Zeitungspapier, was DinA2 entspricht zu einem eiförmigen Knödel, darüber lege ich noch eine DinA2-Seite und forme alles oval.

2. Im nächsten Schritt mache ich den Kopf mit dem Geäse, aus einem DinA3 großen Blatt wird wieder ein Ei geknüllt.
Kopf und Rumpf verbinde ich mit Klebestreifen. 


3. Die Oberschenkel der Hinterbeine werden aus Halbkugeln aus je einer DinA3-Seite geformt und unten an den Rumpf verklebt.

 4. Die Vorderläufe der Hinterbeine baue ich aus einem DinA5 großen Blatt, indem ich dieses bis DinA8 falte und dann einrolle, fixiere und unter den Halbkugeln der Oberschenkel anbringe.

 5. Die Vorderläufe werden genau so gefaltet und gerollt und vorne im Brustbereich fixiert, wobei sie oben offen und nach unten mehr oder weniger geschlossen zwischen die Hinterläufe passen.


 

6. Die Lücke zwischen den Vorderbeinen oben und dem Rumpf fülle ich mit leicht geknülltem Papier, ungefähr Dina5, auf, dabei entsteht der Schulter- und Brustgürtel.

 7. Die Blume knülle ich aus einem DinA5 Stück, indem ich eine stumpfe Spitze breiter auslaufen lasse, alles ungefähr 2-3 cm hoch und 0 (oben)-2 cm breit (unten). Das verbleibende Papier dient als Klebefalz, das hinten unten zwischen den Oberschenkel-Halbkugeln platziert wird.

8. Die Löffel werden so hergestellt: Ich falte ein DinA6 großes Blatt zu DinA8, teile den schönen rechten Winkel in 45 Grad und diesen noch einmal. Von der Hälfte weg knülle ich den unteren Teil zur unteren Ohrhälfte, es verbleibt etwas zum Verkleben, der oberen Spitze nehme ich die Schärfe durch abgerundetes Umbiegen. 

Die Löffel werden dann mit Klebestreifen an der geknüllten dazu vorgesehenen Stelle verbunden und so an der Stirn des Objekt angebracht. Das geschieht nach Gutdünken, sollte aber eher flach ausfallen. Die Ohren können dann nach Belieben verbogen werden.

 Nach Bedarf kann der Rücken durch Aufdoppeln hasenähnlicher gemacht werden.

Um ein Anmalen zu ersparen, wird nun das Papierobjekt mit Papierschnipsel und Kleister kaschiert, wobei die Schnipsel 5 Zentimeter im Quadrat nicht übersteigen sollen. Es wird collagiert, so dass ein individuelles Werk entsteht.
 Über Nacht trocknet der Papierhase.


 © der Hase - Werkstatt De Colle - Herbert De Colle